Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern ist das einzige vollkommen selbstlose Gefühl.

Eltern lieben ihre Kinder über alles.

Ob sie frech sind oder lieb. Ob sie auf uns Eltern hören oder nicht. Ob sie unseren Rat annehmen – oder eben nicht.

Manchmal ist es für uns sehr schwer, unserem Kind oder unseren Kindern zuzusehen, wenn sie etwas machen, von dem wir wissen wie das ganze wahrscheinlich ausgehen wird.

Wir geben dann Tipps und Ratschläge, die oftmals kein Gehör finden. Dabei liegt der Grund hierfür eigentlich auf der Hand: Es führt kein Weg an der Erfahrung vorbei.

Ohne das eigene Erleben, das eigene Empfinden sind die meisten Dinge, die wir unseren Kindern erzählen nur Geschichten. Unsere Geschichten.

Es gehört daher auch zur Liebe, dass wir unsere Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Dass wir ihnen zutrauen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Auch wenn uns diese nicht gefallen. Auch wenn uns diese Schmerzen bereiten.

Denn auch wir müssen uns irgendwann von unseren Kindern abnabeln. Andernfalls können sie nicht wirklich selbständig werden und ein eigenes Leben führen.

Das bedeutet nicht, dass unsere Verbindung zu ihnen gekappt wird – sie kommt lediglich auf eine andere Ebene. Denn auch die Beziehung zu unseren Kindern wächst und gedeiht wie alles andere im Leben, obwohl sie wie keine andere ist.

Denn die Beziehung und Liebe von Eltern zu ihren Kindern ist einmalig. Und unbeschreiblich.

Mir kam dazu vor kurzem noch ein weiterer Gedanke:

Wenn wir selbst älter werden und irgendwann erwachsen sind, bleibt doch ein Teil von uns das kleine Kind, das wir einmal waren.

Ob es der Schabernack ist, den wir mit anderen treiben (ich mache das gern in meiner Art zu kommunizieren), oder die Verletzungen, die wir uns damals zugezogen haben und heute noch als Thema in uns tragen.

Die Liebe zu uns selbst – und damit zu unserem jüngeren Ich – beinhaltet, dass wir unsere alten Erfahrungen annehmen. Ähnlich der Art wie wir akzeptieren müssen, dass unsere Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen müssen.

Wir brauchten damals diese Erfahrungen, die unsere Kinder heute brauchen. Das ist ok. Wir wurden durch die Erlebnisse zu dem Menschen, der wir heute sind.

Aber auch wir sollten uns vielleicht manchmal ein wenig mehr von unserem alten Ich abnabeln, so wie es auch für unsere Kinder wichtig ist, sich von uns abzunabeln. Denn wenn Sie immer noch in Ihrem alten Ich feststecken, bei Dingen oder Themen, die Sie blockieren und behindern, ein glückliches, zufriedenes Leben zu führen – dann ist es vielleicht an der Zeit, sich mit den alten Erfahrungen mal auseinanderzusetzen. Sonst können Sie sich nicht oder nur schwer weiterentwickeln.

Dazu kann es helfen, wenn Sie mit diesem inneren Anteil – gern auch „das innere Kind“ genannt – Kontakt aufnehmen.

Wie wäre es, wenn Sie sich jetzt aus Ihrem Erwachsenen-Ich heraus mit Ihrem inneren Kind verbinden würden?

Was würde es Ihnen erzählen? Was würde es gerne machen wollen? Was macht es vielleicht auch immer noch traurig?

Seien Sie einfach da und hören Sie Ihrem inneren Kind zu. Nehmen Sie es in den Arm. Trösten Sie es, falls nötig.

Wenn Sie die Liebe, die Eltern ihren Kindern gegenüber empfinden, sich selbst in Form Ihre eigenen inneren Kindes gegenüber fühlen und zum Ausdruck bringen würden – wie strahlend und leuchtend könnte Ihr Leben sein? Und was könnte sich alles verändern, wenn Sie heute damit beginnen? Gleich jetzt?

Wenn Sie Ihrem inneren Kind etwas sagen wie „Du bist wunderbar. Du bist liebenswert genau so wie Du bist. Ich bin sehr stolz auf Dich. Du hast schon so viele Dinge in Deinem Leben gemeistert.“

Geben Sie diesem Kind in sich all die Liebe, die Sie aufbringen können – und Sie werden sehen, wie stark und positiv sich dies auf Ihr Erwachsenen-Ich im Hier und Jetzt auswirken wird.

Denn ich glaube, nein, bin mir sicher, dass Sie einen großen Schritt in Ihrer Entwicklung machen können, wenn Sie sich selbst mit der Liebe begegnen, die Eltern für ihre Kinder hegen.

Seien Sie mutig und öffnen Sie Ihr Herz für sich selbst.

Falls Ihnen das allein nicht möglich sein sollte, weil Schmerz dabei hochkommt und Sie nicht sicher sind, ob Sie diesen Weg alleine gehen wollen oder können – dann melden Sie sich bei mir. Gern begleite ich Sie auf Ihrem Weg.

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